2025-09-02
Dieser Leitfaden bietet einen detaillierten Überblick über wichtige Geräte für das pathologische Labor, einschließlich Funktionen, technischen Spezifikationen und einem Vergleich verschiedener Materialien und Konfigurationen.
Pathologische Labore benötigen spezielle Geräte, um Gewebeproben vom Eingang bis zur Diagnose zu verarbeiten. Die Auswahl der richtigen Geräte mit geeigneten Spezifikationen ist entscheidend für einen effizienten Arbeitsablauf, genaue Ergebnisse und die Sicherheit der Techniker. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über wichtige Geräte für das pathologische Labor.
Die Makroskopierstation ist der Ort, an dem Pathologen oder Pathologieassistenten chirurgische Präparate untersuchen, beschreiben und sezieren. Moderne Stationen integrieren Belüftung, Beleuchtung und Versorgungsanschlüsse in einem ergonomischen Design.
| Parameter | Standardbereich |
| Luftstromgeschwindigkeit | 100-150 FPM (Fuß pro Minute) |
| Geräuschpegel | <65 dBA |
| Arbeitsflächenhöhe | Einstellbar 34-40 Zoll |
| Materialien | Edelstahl 304 oder 316 |
| Material | Vorteile | Nachteile |
| Edelstahl 304 | Kostengünstig, korrosionsbeständig, langlebig | Kann Wasserflecken aufweisen, erfordert regelmäßige Reinigung |
| Edelstahl 316 | Hervorragende Korrosionsbeständigkeit, ideal für raue Umgebungen | Höhere Kosten, möglicherweise unnötig für Standardlabore |
| Epoxidharz | Nahtlose Oberfläche, chemikalienbeständig | Kann im Laufe der Zeit zerkratzen oder abplatzen |
Gewebeprozessoren automatisieren die Reihe von Schritten, die zur Vorbereitung von Gewebeproben für die Einbettung erforderlich sind, einschließlich Fixierung, Dehydration, Klärung und Infiltration mit Paraffinwachs.
| Parameter | Standardbereich |
| Kapazität | Typischerweise 100-300 Kassetten |
| Reagenzstationen | 8-12 Stationen |
| Programmschritte | Bis zu 99 programmierbare Schritte |
| Temperaturbereich | Umgebungstemperatur bis 45 °C (Paraffin-Stationen bis zu 70 °C) |
| Typ | Vorteile | Nachteile |
| Karusselltyp | Sanftes Schütteln, konsistente Verarbeitung | Längere Verarbeitungszeiten, größerer Platzbedarf |
| Druckunterstützt | Schnellere Verarbeitung, verbesserte Penetration | Höhere Kosten, komplexere Wartung |
| Mikrowellenunterstützt | Schnelle Verarbeitung (1-2 Stunden) | Spezielle Schulung erforderlich, geringere Kapazität |
Spezielle Kühleinheiten sind für die Lagerung von Reagenzien, Präparaten und Blöcken in pathologischen Laboren unerlässlich. Diese Einheiten halten eine präzise Temperaturkontrolle aufrecht, um die Integrität der Proben zu erhalten.
| Parameter | Kühlschrank | Gefrierschrank |
| Temperaturbereich | 2 °C bis 8 °C | -20 °C bis -40 °C |
| Kapazität | 10-25 Kubikfuß | 10-25 Kubikfuß |
| Temperaturgleichmäßigkeit | ±1 °C | ±3 °C |
| Abtau-System | Manuell oder automatisch | Frostfrei oder manuell |
| Typ | Vorteile | Nachteile |
| Aufrechter Kühl-/Gefrierschrank | Einfacher Zugang, platzsparend | Temperaturschwankungen beim Öffnen der Tür |
| Truhengefrierschrank | Bessere Temperaturhaltung, größere Kapazität | Schwierig zu organisieren und auf Gegenstände zuzugreifen |
| Explosionsgeschützt | Sicher für die Lagerung brennbarer Materialien | Höhere Kosten, spezielle Anforderungen |
Mikrotome sind Präzisionsinstrumente, die zum Schneiden extrem dünner Schnitte von in Paraffin eingebettetem Gewebe für die mikroskopische Untersuchung verwendet werden. Kryostate sind spezielle Mikrotome, die gefrorene Gewebeschnitte schneiden.
| Parameter | Rotationsmikrotom | Kryostat |
| Schnittdickebereich | 1-60 μm | 2-50 μm |
| Temperaturbereich (Kryostat) | N/A | -15 °C bis -35 °C |
| Vorschubmechanismus | Mechanisch oder motorisiert | Mechanisch oder motorisiert |
| Schnittgeschwindigkeit | Einstellbar, typischerweise 10-120 Schnitte/min | Einstellbar, typischerweise 10-120 Schnitte/min |
| Typ | Vorteile | Nachteile |
| Rotationsmikrotom | Konsistente Schnitte, langlebig, geeignet für die Routineverarbeitung | Manuelle Bedienung kann Ermüdung verursachen |
| Motorisiertes Mikrotom | Reduzierter Bedienereinsatz, konstante Schnittgeschwindigkeit | Höhere Kosten, mehr Wartung |
| Kryostat | Schnelle Gefrierschnitte für intraoperative Diagnostik | Hoher Wartungsaufwand, spezielle Schulung erforderlich |
| Gleitmikrotom | Hervorragend für große oder harte Gewebeschnitte | Größerer Platzbedarf, langsamere Bedienung |
Einbettungsstationen werden verwendet, um Gewebeproben in Paraffinwachsblöcken auszurichten, die dann verfestigt werden, um die Mikrotomieschnittführung zu unterstützen.
| Parameter | Standardbereich |
| Paraffinreservoirtemperatur | 50-70 °C (einstellbar) |
| Kaltplattentemperatur | -5 °C bis 10 °C (einstellbar) |
| Paraffinkapazität | 2-6 kg |
| Arbeitsflächenbereich | Variiert, typischerweise 60-100 cm breit |
| Typ | Vorteile | Nachteile |
| Manuelle Einbettungsstation | Geringere Kosten, einfache Bedienung | Langsamere, stärker bedienerabhängige Ergebnisse |
| Halbautomatisierte Station | Erhöhter Durchsatz, reduzierte Variabilität | Höhere Kosten, erfordert Wartung |
| Vollautomatisches System | Höchster Durchsatz, minimale Bedienereinbindung | Höchste Kosten, komplexe Wartung |
Bei der Auswahl von Geräten für das pathologische Labor sind folgende Faktoren zu berücksichtigen:
Hinweis: Konsultieren Sie bei der Auswahl neuer Geräte immer das Laborpersonal, da dessen praktische Erfahrung mit dem täglichen Betrieb wertvolle Einblicke in die funktionalen Anforderungen und ergonomischen Überlegungen liefert.
Die Auswahl geeigneter Geräte für das pathologische Labor erfordert eine sorgfältige Berücksichtigung der technischen Spezifikationen, der Materialqualität, der Sicherheitsmerkmale und der Art und Weise, wie sich jedes Gerät in den gesamten Arbeitsablauf integriert. Durch das Verständnis der Funktionen, Parameter und vergleichenden Vorteile verschiedener Gerätetypen und -konfigurationen können pathologische Labore fundierte Entscheidungen treffen, die die Effizienz steigern, genaue Ergebnisse gewährleisten und eine sichere Arbeitsumgebung aufrechterhalten. Regelmäßige Wartung und Mitarbeiterschulung sind gleichermaßen wichtig, um die Lebensdauer und Leistung dieser wichtigen Werkzeuge in der diagnostischen Pathologie zu maximieren.